In der Stadtgemeinde Horn entsteht derzeit moderne Energieinfrastruktur für kommende Generationen. Die EVN startet mit dem umfassenden Ausbau ihres Naturwärmenetzes. Parallel dazu werden auch neue Stromleitungen sowie Glasfaserleitungen verlegt – ein bedeutender Schritt zur Stärkung der regionalen Versorgungssicherheit und Digitalisierung.
„Mit dem Ausbau der Fernwärme schaffen wir eine zukunftsfähige Alternative zu fossilen Heizsystemen“, betont Bürgermeister Lentschig. „So sichern wir eine langfristige, regionale und umweltfreundliche Wärmeversorgung – das ist Versorgungssicherheit zum Angreifen und macht uns unabhängig von internationalen Energiemärkten.“
Das Projekt verbindet künftig das bestehende Nahwärmenetz im Gewerbegebiet mit dem Naturwärmenetz im Norden der Stadt. Ziel ist es, die gesamte Wärmeversorgung künftig über das Biomasseheizwerk sicherzustellen. Für diese Erweiterung ist auch eine Kooperation mit der Forstverwaltung Hoyos geplant.
Die Bauarbeiten haben bereits in der Prager Straße begonnen und werden über mehrere Bauabschnitte durchgeführt. Ab Ende Juni erfolgt die Verlegung der Leitungen über den Stadtgraben. Diese Arbeiten werden bis Ende August abgeschlossen sein. Hierfür ist eine temporäre Sperre notwendig. Der Verkehr wird währenddessen über eine Einbahnregelung am Hauptplatz umgeleitet. Bis Ende August soll dieser Bauabschnitt abgeschlossen sein. Im Herbst folgt die weitere Verlegung in der Prager Straße bis zur Heidegasse. Im Frühjahr 2026 beginnt schließlich der Abschnitt über den Stephansberg zur Christian-Weimann-Gasse, mit dessen Abschluss die beiden Teilnetze vollständig verbunden sind.
Naturwärme für eine wachsende Stadt
Um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, ist im Jahr 2026 eine Erweiterung des Biomasseheizwerks geplant. Markus Goldsteiner, Projektleiter bei EVN Wärme, erläutert: „Wir errichten einen neuen Biomassekessel mit 2 MW Leistung und tauschen zusätzlich den bisherigen 3 MW-Kessel aus – nach 20 Jahren zuverlässigen Betriebs geht dieser nun in den verdienten Ruhestand.“
Verkehrsmaßnahmen mit Rücksicht auf Anrainerinnen und Anrainer
Leider lassen sich im Zuge dieser umfangreichen Arbeiten Verkehrsbehinderungen nicht vermeiden. Die EVN bittet um Verständnis und bemüht sich um eine rasche und reibungsarme Umsetzung. Die Bauarbeiten bringen langfristige Vorteile für die Stadt: moderne Infrastruktur, bessere Versorgungsqualität und einen Beitrag zur regionalen Energieversorgung.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Betriebe können sich direkt an die EVN Wärme GmbH wenden. Unter naturwaerme@evn.at oder 0800 800 100 wird individuell geprüft, ob ein Anschluss an das Naturwärmenetz möglich ist.